Das Wetter in  D-61279 Heinzenberg / Taunus





Eigenbau-Solartracer


Hier möchte ich meinen selbstgebauten Solar-Tracer vorstellen.
(Für weitere Beschreibungen bitte das jeweiliges Bild anklicken)
Ein Solar-Tracer ist eine Vorrichtung, welche selbstätig ein Solarpanel optimal zur Sonne nachführt.
"Optimal" heißt, das Panel wird sowohl in horizontaler, als auch in vertikaler Richtung in einem
90 Grad-Winkel zur Sonne ausgerichtet, d.h. die Sonne steht genau senkrecht über dem Panel.

Sinn und Zweck der rechtwinkligen Ausrichtung ist es, einen größtmöglichen Wirkungsgrad zu erzielen.
Bei mir soll ein kleines 20Wp-Solarpanel ( ca. 60cm x 30 cm) nachgeführt werden,
welches einen Solarakku lädt, der wiederum die Spannung für eine Springbrunnen-Pumpe zur Verfügung stellt.

Es gibt im Internet div. Vorschläge, ein Panel nachzuführen: z.B. mit einer simplen Uhrensteuerung,
via Photowiderständen, Relais, Microprozessoren, etc. p.p.
Diese Schaltungen brauchen jedoch allesamt eine eigene Stromversorgung, welche meist aus dem vom Solarpanel gespeisten Akku entnommen wird.
Ich hatte es mir jedoch zur Aufgabe gemacht, die Steuerung vollkommen autark, d.h. ohne "Anzapfen" des Solarakkus zu realisieren.

Dabei ist dann dieses Projekt entstanden, welches die Nachführung des Solarpanels nur mit Hilfe
einiger "Solar-Steuerzellen", sowie der "Kraft der Sonne" bewerkstelligt.
OK, optisch gibt es bestimmt Schöneres, aber es funktioniert ;-)

Als Antriebsmotoren kommen zwei Modellbau-Motoren von der Fa. Conrad zum Einsatz.
Technische Daten:
Betriebsspannung: 12 V
übersetzungsverhältnis: 516:1
Umdrehungen/Minute: 11,2
Spitzen-Drehmoment: 1,17 Nm
Stromaufnahme: 320 mA


Als "Steuer"-Solarzellen finden 12 V / 100 mA -Solarzellen (e..y) Verwendung.
Es wurden, um eine höhere Stromstärke zu erreichen jeweils 2 Solarzellen parallel geschaltet.
Insgesamt treiben also 8 Solarzellen die beiden Motoren an.

Nachtrag 24.03.12:
Es hat sich herausgestellt, dass jeweils 2 parallelgeschaltete Solarzellen manchmal doch nicht ausreichen,
um die Motoren zuverlässig in Bewegung zu versetzen.
Es muss erst das Haltemoment der Motoren überwunden werden,
was teilweise nur mit manuellem "Anstubsen" gelang.

So wurden für die horizontalen Drehrichtung noch jeweils 2 weitere Zellen benötigt,
insgesamt also 8 Zellen (4 für Drehung West, 4 für Drehung Ost).
Für die vertikale Bewegung kam noch jeweils eine Zelle hinzu, also 3 Zellen für Aufwärts- und 3 Zellen für Abwärtsbewegung.

Für den Aufbaurahmen wurden Aluminium-Nutprofile der Fa. Motedis verwendet.
In diese Profile kann man mit einem 12 mm-Gewindeschneider leicht Gewinde schneiden
und anschl. 12 mm-Gewindestangen einschrauben.
Auch sonst bieten die Nutprofile universelle Befestigungsmöglichkeiten mittels Hammerschrauben, Hammermuttern, Bundmuttern, etc.   (ebenfalls bei Motedis unter Zubehör erhältlich).

           Elektrisches Funktionsprinzip:                                Video - Solarbrunnen:
    


P.S.: Falls sich jemand die Frage stellt, warum nicht einfach ein zweites Solarpanel verwenden und auf den ganzen "SchnickSchnack" verzichten:
Man nennt es Spiel- oder Basteltrieb, Forscherdrang, "Kind im Manne", usw. :-)))