Das Wetter in  D-61279 Heinzenberg / Taunus





WebCam Edimax IC-3030 WN im Eigenbau-Gehäuse
Edimax IC-3030 WN
          ( Zur Vergrößerung entspr. Bild anklicken )          
Der alte Mini-DV Camcorder im "Abflußrohr-Gehäuse" ( s. Cam-Technik alt ) ist allen Unkenrufen zum Trotz weder beschlagen, noch konnten ihm Kälte, bzw. Hitze seit März 2007 etwas anhaben, lediglich die Farbwiedergabe läßt nun doch zu wünschen übrig.

Jetzt, im Juni 2013, war es also an der Zeit, nach einem (preisgünstigen) Ersatz zu suchen. In div. Foren wurde die Edimax IC-3030 WN gelobt, also wurde eine für ca. 80,- gekauft.

Es handelt es sich hierbei um eine sog. IP-Kamera, d.h. sie kann über (W)LAN in das lokale Netzwerk eingebunden werden
Zusätzlich verfügt sie über einen eingebauten WebServer, mit dem es möglich ist, Live-Bilder über das Internet abzurufen.
Außerdem kann sie z.B. im Minutenabstand via ftp Bilder selbständig in's Internet hochladen.

Die meisten IP-Kameras werden zu Überwachungszwecken eingesetzt und verfügen deshalb über eingbaute IR-Dioden, damit sie auch nachts noch ein (Schwarz-Weiß-)Bild liefern können.
Für die Darstellung von Wetterbildern sind sie jedoch weniger geeignet, da in diesen Kameras ein Infrarot-Filter vor dem Objektiv eingebaut ist, der bei Wetterbildern die Farben verfäscht.

Die Edimax IC-3030 WN hat keine Nachtsichtfähigkeit und ist somit besser für die Wetterbeobachtung geeignet.
Allerdings handelt es sich bei ihr um eine "Indoor-Cam", d.h. sie ist nicht für die Verwendung im Außenbereich geeignet.
Bei den örtlichen Gegebenheiten war jedoch eine Anbringung im Außenbereich erforderlich, also musste ein wetterfestes Gehäuse her.

In einem Baumarkt ist mir ein Elektro-Abzweigkasten (IP 66 = Geschützt gegen starkes Strahlwasser) in's Auge gefallen, der von den Maßen wohl meine WLAN-Cam aufnehmen konnte. Also 4,75 investiert und das Teil gekauft.

Zu Hause stellte ich erfreut fest, dass die Edimax in den Kasten passt, wie die Faust auf's Auge :-)
Zur Befestigung der kpl. Edimax reicht die in eine Kabeldurchführung fest eingeklemmte WLAN-Antenne aus (siehe Bilder links).
Als Feuchtigkeits- und Linsenschutz kommt - wie schon bei meiner alten Cam - ein entspiegeltes Brillenglas von einem befreundeten Optiker zum Einsatz.
Das Brillenglas wird mit 2 Aluminium-Streifen fest auf eine selbst geschnittene Gummi-Dichung gedrückt und die Dichtung wird ihrerseits auf die Vorderseite des Gehäuses gepresst (siehe links, Bild 1 und 2).
Schutzklasse IP 66 hat's wohl jetzt nicht mehr, aber Regenwasser kann durch die Öffnung trotzdem nicht eindringen.

Die Kunststoff-Verschlüsse des Deckels wurden noch gegen Schloß-Schrauben ausgetauscht, da mir die Befestigung doch etwas zu labil aussah und mit den Schloß-Schrauben der Deckel auch besser auf das Gehäuse gepresst wurde.

Die Kamera sollte draußen auf einer Pergola befestigt werden und so musste noch ein Konstruktion aus Aluminium U-Profilen angefertigt werden, damit die Kamera dreh- und schwenkbar blieb (siehe rechts, 2tes Bild von oben).

Die Spannungsversorgung der Kamera erfolgt mit einem 12V-Netzteil, welches im Keller des Hauses an einer Zeitschaltuhr angeschlossen ist.
Zeitschaltuhr deshalb, weil die Cam nachts abgeschaltet wird - nachts sind sowieso alle Katzen grau ;-))

Zum guten Schluß wurde - hauptsächlich aus optischen Gründen - und als zusätzlicher Regenschutz noch eine Haube aus aus schwarzem Kunststoff über das Gehäuse gestülpt. Diese Haube wurde aus einer Kunststoffplatte ausgesägt und mit einer Heißluftpistole auf die erforderlichen Maße gebogen (siehe rechts, Bild 1).